Führung
„Sieben Kisten mit jüdischem Material“ – Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute

Dr. Claudia Lichte

Samstag, 6. Juli 2019, 15:00 Uhr
Museum für Franken, Festung Marienberg, Würzburg

Im Museum für Franken wurden im Zuge der noch laufenden Kurz-Inventarisation im Sommer 2017 Kartons mit 104 teils fragmentierten oder stark zerstörten jüdischen Ritualobjekten gefunden, die zu einem Konvolut
von insgesamt 137 Judaica gehören. Bei 44 von ihnen konnte nachgewiesen werden, dass sie im Zuge der
Reichsprogromnacht aus Synagogen in Würzburg und Unterfranken unrechtmäßig entzogen wurden.
Die Judaica des Museums für Franken wurden von dem Experten Bernhard Purin, Direktor des Jüdischen Museums München, identifiziert und bearbeitet. Sie werden aktuell unter dem Titel „Sieben Kisten mit jüdischem Material“ – Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute“ in einer Ausstellungskooperation vom 7. November 2018 bis 1. Mai 2019 noch in München und vom 5. Juni bis 12. Oktober 2019 im Museum für Franken in Würzburg präsentiert.
Die Ausstellung zeigt erstmals diese geraubten und lange Zeit vergessenen jüdischen Ritualgegenstände und
erzählt ihre Geschichten. Anhand von meist hebräischen Inschriften konnten zahlreiche Namen von Stifterinnen und Stiftern ermittelt werden, welche die Objekte ihren damaligen Synagogen schenkten. Auch ihre Biografien, die zum Teil im 18. Jahrhundert beginnen, sowie die ihrer Nachfahren können in der Ausstellung erfahren werden.

  • Treffpunkt: an der Museumskasse
  • Dauer: ca. 1,5 Std. 
  • Kosten: keine für Mitglieder, sonst regulärer Eintritt
  • Anmeldung ab sofort bis zum 3. Juli erforderlich in der Geschäftsstelle der Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte e.V. oder über info(at)freunde-mainfranken.de
  • Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt.

 

 

 

 



 

 



 

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