„Tree and Soil“ von Robert Knoth und Antoinette de Jong

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Museum im Kulturspeicher
(Oskar-Laredo-Platz 1, 97080 Würzburg)

Robert Knoth, Antoinette de Jong, aus: „Tree and Soil“, Fotoprint; © Kulturspeicher

Mehrere Reisen führten das holländische Künstlerpaar Robert Knoth und Antoinette de Jong seit dem Reaktorunglück von Fukushima 2011 in das Katastrophengebiet. In Interviews mit den ehemaligen Bewohnern, in Foto- und Videoaufnahmen dokumentierten sie über Jahre hinweg die menschenleeren Orte und vor allem die Landschaften, die – einst gepflegte japanische Kulturlandschaft mit Gärten, Feldern, akkuraten Wäldern – von der Natur zurückerobert werden. Die entstandenen Fotos und eine Zweikanal-Videoinstallation sind von einer stillen, poetischen Kraft, die die Schönheit der Natur und des in ihr wohnenden Lebens sichtbar, aber auch hörbar macht. Das japanische Verhältnis zur Natur, zu „Tree and Soil“, studierten die Künstler auch anhand der Sammlungen des aus Würzburg gebürtigen, Anfang des 19. Jahrhunderts in Japan stationierten Arztes Philipp Franz von Siebold; in der Kombination eigener Fotografien mit Bildern von Artefakten und Naturalien aus Siebolds Sammlungen wird deutlich, wie tief die japanische Kultur in der Natur verwurzelt und von ihr inspiriert ist. Siebold steht aber auch für ein Zeitalter, in dem Forscher die Welt bereisten, um sie zu erkunden und ihre Schätze der Menschheit dienstbar zu machen – ein Vorspiel zum Anthropozän, in dem unser Planet durch menschliches Tun massiv gefährdet ist. Dies zeigt sich eindrücklich in Fukushima.

  • Ausstellung im Museum im Kulturspeicher vom 27. März bis 24. Mai 2021.
  • Treffpunkt im Foyer des Museum.
  • Teilnehmerzahl begrenzt (12 Personen, wird aktuell angepasst).
  • Anmeldung erforderlich bis zum 27. April 2021 (schriftlich, per E-Mail unter info@freunde-mainfranken.de oder über unsere Homepage).
  • Kosten: 4,50 Euro, individuell an der Museumskasse zu zahlen.
  • Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen des Museums, siehe www.kulturspeicher.de/index
  • Anmerkung zu Veranstaltungen der „Freunde“ unter den Bedingungen der Corona-Pandemie finden Sie hier.

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